Skyroad…

Skyroad…

Morgen soll es losgehen, , das Schiff wird gekrant und nach kurzer Flugphase darf es endlich wieder ins Wasser… obwohl vermutlich noch nicht alles komplett fertig sein wird, aber wir haben ja Urlaub, also könnte es sein, dass wir ein bisschen gedrängelt haben.

Ich bin aufgeregt, schon seit Tagen schreibe ich Listen, ständig fällt mir noch irgendetwas ein, das unbedingt mit auf das Schiff muss.

Zum Glück ist mein Panda so ähnlich wie eine Tardis, innen deutlich grösser als er von aussen aussieht, deshalb lade ich ihn voll mit unzähligen Kisten, Kissen, Decken und Seesäcken, wider Erwarten gehen die Türen noch zu, selbst die Kofferraumklappe.

Auf dem Weg nach Cuxhaven denke ich über das Schiff, das Leben, das Universum und den ganzen Rest nach.

Als La Paz ist das Schiff letzten Herbst in die Werft gefahren ,als Skyroad kommt sie wieder heraus.

Über den Namen haben wir uns lange Gedanken gemacht, irgendwann standen nur noch zwei Namen zur Auswahl, wir haben eine Münze geworfen, Kopf oder Zahl, ich habe verloren, also Skyroad.

Erinnerungen an unseren ersten gemeinsamen Urlaub in Irland, mit dem Mietwagen einem Schild folgend zur Skyroad loop, in einer Spirale geht es immer höher, plötzlich das Meer links, glitzernd in der Abendsonne, kleine Inseln, der perfekte Moment…

Wir kommen an der Werft an, das Schiff steht nicht mehr an seinem gewohnten Platz in der Halle, sondern draussen vor einem riesigen blauen Kran, Skyroad hat schon Gurte um, dann geht es los, das Schiff schwebt, der Kran dreht sich und langsam fliegt Skyroad dem Wasser entgegen…

Einige Minuten später fliegt sie dann wieder heraus, es gibt wohl eine undichte Stelle, also wieder zurück an Land, abdichten und das Spiel beginnt erneut, diesmal bleibt das Schiff im Wasser.

Irgendetwas fehlt noch.

Ach ja, der Mast, dafür kommt ein zweiter Kran zum Einsatz, am Ende sieht Skyroad aus wie ein richtiges Segelschiff.

Der Eindruck täuscht, es wird noch eifrig weitergearbeitet, wir bleiben an Bord und übernachten im Werfthafen, während wir tagsüber im Weg stehen, neugierige Fragen stellen und alle von der Arbeit abhalten.

Dann ist fast alles fertig, zumindestens fährt es jetzt nicht mehr nur rückwärts, sondern auch wieder vorwärts; allerdings kann nur der Steuerstand im Cockpit bedient werden, irgendein geheimnisvolles Ersatzteil ist bestellt aber noch nicht angekommen; alles geht langsamer in Corona-Zeit.

Obwohl die Werftleute am liebsten in Ruhe ihre Arbeit beendet hätten, beschliessen wir, das Schiff nach Otterndorf zu bringen, immerhin haben wir noch Urlaub und es ist schönes Wetter…

Skyroad fliegt…

Verwandlung in ein Segelschiff…


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