Murphy´s Gesetz oder SKS-Kurs Teil 4

Murphy´s Gesetz oder SKS-Kurs Teil 4

Es ist Kurs-Halbzeit, aber im Gegensatz zum Fußballspiel gibt es unter der eisernen Hand des Bestimmers keine Pause. Also finden wir uns frierend inmitten kabbeliger Wellen schaukelnd auf dem Ijsselmeer wieder; neben uns taucht eine Insel auf, unser Kartenplotter ignoriert diese geflissentlich, er zeigt nur Wasser an. Atlantis? Unbekannte Inseln? Hic sunt dracones im Ijsselmeer? Nein, anscheinend haben die Holländer mangels vulkanischer Aktivität beschlossen, selber eine Insel zu bauen, anstatt auf deren spektakuläres spontanes Auftauchen unter Dampf und Lava zu…

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SKS-Kurs Teil 3

SKS-Kurs Teil 3

Ein neuer Morgen, wieder Kaffee, Schlingpflanzenschlafsack, Gebrumme neben mir, alles schon Routine. Aber irgendetwas ist anders. Es ist windig, richtig windig, der Himmel ist grau, voller Wolken und droht mit Regenschauern. Nebenan am Steg freut sich die Gruppe vom Schlechtwetterkurs, darauf hatten sie gewartet, „Wir sehen uns dann vielleicht heute abend auf Terschelling, falls ihr es dahin schafft!“ rufen sie rüber. Das hat der Bestimmer gehört. Die Augen verengen sich, das Kinn wird vorgeschoben, ein Westernheld kurz vor dem Duell,…

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SKS-Kurs, Teil 2

SKS-Kurs, Teil 2

Am nächsten Morgen weckt uns der Duft von frischem Kaffee. Dieser typische Klischeesatz stimmt nicht so ganz, zwar riecht es nach frischem Kaffee, aber geweckt hat uns die manuelle Pumpe der Toilette nebenan zeitgleich mit dem rhythmischen Tropfen des Kondenswassers, welches stetig vom Lukenrand auf die Matratze fällt. Irgendetwas hält mich gefangen, es ist der Schlafsack, der sich während der Nacht schraubenartig um mich gewickelt hat wie eine Schlingpflanze, so dass der Reissverschluß unter mir liegt; ich winde mich und…

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Unsere Nahtod-Erfahrung oder Der SKS-Kurs, Teil 1

Unsere Nahtod-Erfahrung oder Der SKS-Kurs, Teil 1

Während unser Schiff warm und trocken wie eine Hollywood-Diva im Liegestuhl in der Werft liegt, und die Rechnungen für die Schönheitsoperationen immer höher werden, planen wir die Weltumsegelung. Übersetzt bedeutet das, wir liegen auf dem Sofa und schauen Segelvideos auf YouTube. Irgendwo zwischen Monsterwellen und Sturmtiefs beginnen die Zweifel und wir sind sicher, dass unsere bisherigen Kenntnisse vermutlich nur dazu reichen würden, uns auf dem schnellsten Weg auf den Meeresgrund zu befördern. Also geht es weiter wie bisher … Internet,…

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Der Englische Patient

Der Englische Patient

Wir liegen am Steg in Otterndorf, es ist sehr frühmorgens und Chuck will ablegen, weil die Tide gerade günstig ist für die Weiterfahrt nach Cuxhaven. Also beweisen wir wieder unsere mehr oder weniger vorhandenen Fähigkeiten an den Leinen und Fendern und legen ab. Unter Motor diesmal, da wir am Vorabend noch die Segel heruntergenommen und diese nach mehrminütigem Wrestling mit den erheblichen Widerstand leistenden Stoffbahnen in die dafür vorgesehenen Säcke verbracht haben. Es geht weiter die Elbe herunter, Richtung Nordsee,…

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Am Sonntag will mein Süsser mit mir segeln gehn…

Am Sonntag will mein Süsser mit mir segeln gehn…

Würde er bestimmt gerne, ein Schiff haben wir ja jetzt… aber eine Kleinigkeit fehlt immer noch. Keiner von uns kann segeln. Am Anfang steht der Jollenkurs, sagt das Internet. Nach schwierigem Abstimmen diverser Kurstermine mit unseren Urlaubstagen werde ich fündig und buche einen Kurs. Als Vorbereitung schauen wir abends YouTube-Videos über das Jollensegeln und sehen dem Kurs seitdem mit gemischten Gefühlen entgegen. Anscheinend besteht Jollensegeln aus Nasswerden, hektischer Aktivität, Kentern und Gewichtsverteilung, in dem der Schwerste über die Reling gehängt…

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Wenn in Zweifel, nimm „B“

Wenn in Zweifel, nimm „B“

In unserem Fall ist es aber „A“, das englische Schlickschiff, für das wir uns entscheiden, nach einem eher vagen Versuch, den übrigen ausgewählten Booten etwas Positives abzugewinnen (abgesehen von dem deutlich niedrigeren Preis). Also treffen wir uns erneut mit Chuck zur endgültigen Besichtigung mit Probefahrt entlang der Stör, vorbei an der Werft, vor der die Peking gerade liegt, ohne Masten, aber dennoch beeindruckend. Das Schiff sieht für unsere unerfahrenen Augen gut aus, etwas gebraucht, mit ausgefransten Leinen und Schoten und…

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Ein Schiff im Schlick

Ein Schiff im Schlick

„Hast Du nächstes Wochenende Dienst?“ fragt mich der Mann an meiner Seite, während er eifrig auf die Tastatur seines Computers einhackt und der Drucker im Nebenzimmer das Papieräquivalent des Hambacher Forstes auswirft. „Zum Glück nicht“, antworte ich, misstrauisch geworden. Was macht er da eigentlich? „Okay, dann fahren wir erst nach Glückstadt, dann Fehmarn und dann wieder nach Glückstadt.“ „Gut,“ sage ich und frage „Warum?“ „Weil wir Schiffe besichtigen,“ antwortet er und drückt mir den ausgedruckten Papierstapel in die Hand, „ich…

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Trincomalee, Passat .. und ein Motorboot?

Trincomalee, Passat .. und ein Motorboot?

Ausgestattet mit sämtlichen offiziellen Dokumenten könnten wir sofort losfahren. Allerdings fehlt uns noch ein geringfügiges Detail… wir haben kein Boot. Also machen wir uns auf die Suche nach einem bezahlbaren Motorboot, mit dem man eventuell über die Nordsee fahren kann, denn “ Ich will nach England!“ scheint noch aktuell zu sein. Wir bemühen das Internet und fangen an zu suchen. Zu klein, zu gross, zu teuer, zu hässlich, viel zu teuer und alles zusammen in unterschiedlichen Kombinationen. Irgendwie hatten wir…

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Pan Pan oder noch mehr Prüfungen…

Pan Pan oder noch mehr Prüfungen…

„Eigentlich braucht man für Binnen nur noch die theoretische Prüfung machen, das sind auch viel weniger Fragen. ..“ Und mit dem Binnenschein können wir mit einem Motorboot bis nach Bremen… und dann weiter mit dem SBF See… Wieder Lehrbücher, ankreuzen, uns gegenseitig abfragen und jede freie Minute die Lern-App aufrufen und die Fragen durchkreuzen… im November haben wir dann auch den Binnenschein bestanden. „Ich will nach Dartmouth fahren mit dem Schiff“ verkündet es neben mir unmissverständlich.. Ich auch, denke ich…..

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